Anne Steffen im Gespräch mit Robert Bernhardt
„Von Anfang an dabei“
Der geschäftsführende Inhaber der Medienagentur web media consult über die letzten 14 Jahre Internet.
Steffen: Seit wann gibt es eigentlich web media consult?
Bernhardt: Im Juli 1998 habe ich begonnen die ersten Internetseiten für gewerbliche Kunden zu erstellen.
Damals war das alles noch ganz neu und aufregend. ‘98 war der Beginn des kommerziellen Internets.
Steffen: Was hat Sie dazu gebracht so früh eine Agentur zu gründen die sich mit dem Thema Internet beschäftigt?
Bernhardt: Ich habe eine Chance auf diesem recht neuen Markt gesehen, der sich durch das damals noch neue Medium Internet ergeben hat. Diese wollte ich ergreifen. Zudem waren mein Interesse und meine Begeisterung an dem Thema „Internet“ an sich recht groß. Die Möglichkeit, Inhalte sofort zu publizieren reizte mich.
Vorher habe ich in der grafischen Industrie gearbeitet. Die schnellste Möglichkeit etwas zu veröffentlichen war damals die Tageszeitung, welche aber immerhin gedruckt werden musste. Im Internet konnte man einfach etwas online stellen und schon war es für alle verfügbar und das sogar weltweit. Als sich dann der Markt für die grafische Industrie negativ entwickelte, entschied ich mich, weiter in diese neue Richtung zu gehen und setzte mir neue Ziele.
Steffen: Haben Sie sich selbst HTML/CSS beigebracht?
Bernhardt: Ja, damals noch mit einem alten Texteditor auf dem MAC. Auch SelfHTML gab es damals schon und hat mir sehr geholfen. Die ersten Projekte stemmte ich dann mit NetObjects Fusion, eine objektorientierte Software mit der man auch umfangreichere Webseiten erstellten konnte. Das Programm gibt es zwar heute noch, mittlerweile nutze ich aber andere Technologien. CSS war anfangs eine verzwickte Sache, da es nur wenige Browser überhaupt interpretieren konnten. Die Rechnerbetriebssysteme kannten damals noch kein Auto-Update und so haben die meisten Nutzer jahrelang die gleiche Browserversion benutzt ohne zu wissen, dass es möglicherweise schon eine neuere gibt.
Steffen: Was ist Ihrer Meinung nach die größte Veränderung im Bereich Web der letzten Jahre?
Bernhardt: Hmm… ich würde sagen, die größten Veränderungen stehen uns gerade bevor: Geolokalisierung, zunehmende Vernetzung, Cloud-Computing und Miniaturisierung sind die technischen Grundlagen die in Zukunft unser tägliches Zusammenleben und auch die Form und Art und Weise zu arbeiten neu beeinflussen und verändern werden. Man sieht das an der zunehmenden Inflation von sozialen Netzwerken, Menschen pflegen und organisieren hier ihre sozialen Beziehungen online. Im Geschäftsalltag ist es immer wichtiger geworden laufend neue Lösungen zu finden. Hier ist die Information schon zum vorrangigen Gut geworden.
Steffen: Haben Sie jemals an Ihrer Entscheidung, web media consult zu gründen, gezweifelt?
Bernhardt: Natürlich gibt es immer Rückschläge, die man zu verschmerzen hat, wie in jedem Bereich, wenn man sich selbstständig macht. Ich habe davon auch schon genug hinter mir, aber meine Arbeit macht mir einfach zu viel Spaß, als dass ich sie einfach so aufgeben würde. Gezweifelt habe ich jedoch noch nie.
Steffen: Wie viel verlangen Sie im Schnitt pro Webseite? Wovon sind die Kosten abhängig?
Bernhardt: Das ist ganz unterschiedlich, einen festen Preis kann ich da nicht nennen. Dazu ist jedes Projekt zu individuell und jeder Auftraggeber auch anders gestrickt. Da wir ja nicht von der Stange produzieren, müssen feste Preislisten meist mit Einschränkungen gesehen werden. Grundsätzlich kann man sagen: Wir liefern Top-Agenturqualität zu Preisen, die beim mittelständischen Kunden sehr angenehm auffallen.

Robert Bernhardt
Geschäftsführer der
web media consult
erläutert seine Philosophie zum Web-Design:
“Die Qualität und Benutzerfreundlichkeit einer WebSite sind die maßgeblichen Faktoren in der Kundenbindung. Design muß einfach funktionieren und zwar kinderleicht”.